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Prof. Falk Schwendicke is Head of the Department of Oral Diagnostics, Digital Health and Health Services Research at Europe’s largest university hospital, the Charité in Berlin, Germany.
Prof. Schwendicke currently serves as Associate Editor of the Journal of Dental Research, as President of the German Association for AI in Dentistry, as Topic Driver Dental at the ITU/WHO group AI in Health and as Vice President of the German Society for Oral Epidemiology and Health Services Research. Dr. Schwendicke holds a PhD from Charité – Universitätsmedizin Berlin and a Master of Dental Public Health (MDPH) from the University of Manchester. He received numerous awards, among them the IADR Leader Award, IADR Basil Bibby and IADR Lion Award as well as the David Sackett Award for Evidence-Based Medicine.
Events
30th EAO Annual Scientific Meeting / 37th DGI Annual Congress
Speakers: Samir Abou-Ayash, Bilal Al-Nawas, Thomas Bernhart, Florian Beuer, Stefan Bienz, Elena Calciolari, Najla Chebib, Andreas Dengel, Vincent Donker, Joke Duyck, Roberto Farina, Gary Finelle, Alberto Fonzar, Tobias Fretwurst, Rudolf Fürhauser, Oscar Gonzalez-Martin, Stefano Gracis, Knut A. Grötz, Christian Hammächer, Lisa J. A. Heitz-Mayfield, Detlef Hildebrand, Norbert Jakse, Jim Janakievski, Tim Joda, Daniel Jönsson, Gregg Kinzer, Vincent G. Kokich, Michael Krimmel, Cecilia Larsson Wexell, Martin Lorenzoni, Georg Mailath-Pokorny, Julia Mailath-Pokorny, Frank Georg Mathers, Gerry McKenna, Henny Meijer, Alberto Monje, Torsten Mundt, Nadja Nänni, David Nisand, Robert Nölken, Nicole Passia, Michael Payer, Christof Pertl, Aušra Ramanauskaitė, Eik Schiegnitz, Martin Schimmel, Ulrike Schulze-Späte, Frank Schwarz, Falk Schwendicke, Robert Stigler, Michael Stimmelmayr, Anette Strunz, Christian Ulm, Stefan Vandeweghe, Kay Vietor, Arjan Vissink, Asaf Wilensky, Stefan Wolfart, Werner Zechner, Anja Zembic, Nicola Zitzmann
European Association for Osseintegration (EAO)
This author's journal articles
Quintessenz Zahnmedizin, 4/2025
ZahnerhaltungPages 303-309, Language: GermanEffenberger, Susanne / Schwendicke, Falk / Cebula, Marcus / Wicht, Michael J.
Durch Fluorose bedingte Schmelzdefekte an den Frontzähnen stellen häufig eine ästhetische Beeinträchtigung dar, die durch opake, weiße bis braune Verfärbungen gekennzeichnet ist. Ziel einer Behandlung ist es, eine Verbesserung des Erscheinungsbildes mit einer möglichst minimalinvasiven Vorgehensweise zu erreichen. Eine kombinierte Behandlung aus Bleaching und Infiltration hat sich als effektive Methode erwiesen, um sowohl die Farbunterschiede als auch die lichtdynamischen Eigenschaften der betroffenen Zahnoberfläche zu harmonisieren. Das initiale Bleaching dient dazu, Verfärbungen zu entfernen und den Farbkontrast zwischen gesunder und betroffener Zahnsubstanz zu reduzieren. Anschließend erfolgt die Infiltration mit niedrigviskosem Kunststoff, um die lichtoptischen Eigenschaften der hypomineralisierten Schmelzdefekte zu verbessern und eine dauerhafte ästhetische Integration zu ermöglichen. Klinische Studien und Fallberichte zeigen, dass dieses Behandlungskonzept zu einer hohen Patientenzufriedenheit führt und gleichzeitig die Zahnsubstanz schont. Der dargestellte kombinierte Ansatz ermöglicht es, ästhetische Probleme zu lösen und dabei langfristig stabile Resultate zu erreichen. Die Methode stellt eine vielversprechende, mikroinvasive Alternative zu invasiveren Verfahren wie Restaurationen oder Veneers dar und kann individuell durch Adaption der Vorbehandlung und insbesondere durch Verlängerung der Infiltrationszeit an die Ausprägung der Fluorose angepasst werden.
Manuskripteingang: 20.02.2025, Manuskriptannahme: 06.03.2025
Keywords: Fluorose, Bleaching, Infiltration, Ästhetik
Neben einer deutlich verbesserten Zahngesundheit bei Kindern und Jugendlichen hat die Autorengruppe in den vergangenen Jahren Jugendliche diagnostiziert und therapiert, deren bleibende Dentition einen außergewöhnlich umfangreichen bzw. generalisierten Kariesbefall aufwies. Da das klinische Erscheinungsbild dieser Jugendlichen dem Bild einer frühkindlichen Karies („Early childhood caries“) ähnelt, wurde der Begriff „Early adult caries“ geprägt. Der vorliegende Beitrag beschreibt das klinische Bild, die Ursachen sowie die Diagnostik und Therapie generalisierter kariöser Destruktionen in der jugendlich-bleibenden Dentition.
Manuskripteingang: 10.02.2025, Manuskriptannahme: 11.02.2025
Keywords: Karies, bleibende Dentition, Kariestherapie, profunde Karies
Mit dem geplanten „Phase out“ von Dentalamalgam in der EU und der damit verbundenen, zum 1. Januar 2025 wirksamen neuen Behandlungsrichtlinie stellt sich in der Praxis nun eine konkrete Frage: Welches Material kommt für eine zuzahlungsfreie, plastische Restauration im Seitenzahnbereich infrage? Mit diesem Papier soll diese Frage beantwortet werden und es wird deutlich: Nicht alle „selbstadhäsiven“ Materialien sind auch wirklich für diese Indikation geeignet. Beim Blick auf die klinischen Daten zeigen sich Glashybride im Vorteil.
Die Internationale Dental-Schau (IDS)in Köln ist die weltweit führende Fachmesse für die Dentalbranche. Alle zwei Jahre öffnet die Koelnmesse ihre Türen für Fachpersonal aus Zahnmedizin, Zahntechnik, Dentalhandel, Dentaltechnologie und verwandten Bereichen, um die neuesten Innovationen, Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Neben den Produktpräsentationen runden Vorträge, Seminare und Live-Demonstrationen das Programm ab und bieten Einblicke in zukunftsweisende Entwicklungen. Mit ihrer internationalen Ausrichtung zieht sie Besuchende und Ausstellende aus über 160 Ländern an und dient als zentrale Plattform für den Austausch von Wissen, dem Aufbau von Netzwerken und der Vorstellung von Innovationen in der Zahnmedizin und Zahntechnik.
Die Prävention der Primärkaries ist in der Bundesrepublik Deutschland sehr erfolgreich, 50 % weniger direkte Restaurationen in 30 Jahren sind ein großer Erfolg. Zugleich hat ein Paradigmenwechsel weg von den klassischen Black-Präparationsregeln und hin zu substanzschonendem und minimalinvasivem Vorgehen stattgefunden. Es gibt vor dem Hintergrund des Amalgamverbots aktuell mehrere neue und vielversprechende selbstadhäsive Materialien und Materialgruppen auf dem Markt. Die klinische Datenlage ist allerdings extrem unterschiedlich. Die Indikation für direkte Seitenzahnrestaurationen hängt heute nicht nur von der Kavitätengröße ab, sondern von zahlreichen anderen Faktoren wie Compliance (vulnerable Gruppen), Kariesrisiko, Parafunktionen/Bruxismus etc. Das bedeutet, dass nicht ein Material Amalgam ersetzen wird, sondern dass der Einsatz von Alternativmaterialien indikationsbezogen erfolgen muss. In bestimmten Indikationsbereichen sind hochvisköse Glasionomerzemente (GIZ), GIZ-Komposit Hybrid-Materialien oder Alkasite gut einsetzbar und haben das Potenzial für eine Basisversorgung, wobei im Einzelfall und je nach Einsatzgebiet variierende Überlebenszeiten auftreten können und werden. Deshalb muss der Zahnarzt bzw. die Zahnärztin in Absprache mit den Patientinnen und Patienten individuell entscheiden, welches Material in der jeweiligen Indikation infrage kommt.
Manuskripteingang: 04.08.2024, Manuskriptannahme: 19.08.2024
Keywords: Glasionomerzement (GIZ), Kunststoff-modifizierter Glasionomerzement (KM-GIZ), Glashybrid, Komposit-Hybride, selbstadhäsiv
Mit dem geplanten „Phase out“ von Dentalamalgam in der Europäischen Union erhält die Frage der Amalgamalternativen neue Relevanz. Der vorliegende Artikel beleuchtet Glasionomere und erläutert, ob und wann diese Materialklasse als Amalgamalternative einsetzbar ist.
Manuskripteingang: 17.04.2024, Manuskriptannahme: 25.07.2024
Keywords: Amalgam, Füllung, Glasionomer, Komposit, Langlebigkeit
Künstliche Intelligenz (KI) bietet in der Implantologie das Potenzial, Diagnoseverfahren zu verbessern, Behandlungspläne zu optimieren und die Patientenversorgung effizienter zu gestalten. Der vorliegende Artikel beschreibt die Technologie hinter KI und zeigt Anwendungen in der implantologischen Diagnostik, Therapieplanung, Therapiedurchführung und Patientenkommunikation auf.
Keywords: Algorithmen, Bildanalyse, Implantologie, KI, Vorhersagen
Darstellung einer ästhetischen Optimierung mit mikro- und minimalinvasiven Lösungen
Durch die Einführung der Adhäsivtechnik in Kombination mit einer fortwährenden Entwicklung von neuen zahnfarbenen Restaurationsmaterialien wurden die zahnärztlichen Präparationstechniken grundlegend verändert. Für ästhetische Korrekturen im Frontzahnbereich erfreuen sich die im Vergleich zu Vollkeramikkronen deutlich weniger invasiven Keramikveneers einer zunehmenden Beliebtheit. Dessen ungeachtet erfolgt trotz der primär im Zahnschmelz lokalisierten Veneer-Präparation ein irreversibler Abtrag gesunder Zahnhartsubstanz. Dieser Beitrag zeigt anhand einer Falldarstellung, dass eine ästhetische Rehabilitation im Frontzahnbereich auch ohne Kronen und Veneers gelingen kann. Durch eine Kombination aus mikro- und minimalinvasiven restaurativen Methoden erfolgten im vorgestellten Fall direkte Frontzahnformänderungen zum Diastemaschluss sowie die Maskierung von ästhetisch störenden „White spot“-Läsionen.
Manuskripteingang: 09.04.2024, Annahme: 18.04.2024
Keywords: Frontzahnästhetik, Diastemaschluss, „White spots“, vestibuläre Kariesinfiltration, restaurative Maßnahmen
Die Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI) in der Endodontie hat das Potenzial, Zahnärzte zukünftig sowohl in der Diagnostik als auch Therapieplanung zu unterstützen und dabei Behandlungsergebnisse zu verbessern und den Ressourceneinsatz zu optimieren. In einigen Studien zeigte KI eine ähnliche Genauigkeit wie Zahnärzte bei der Detektion c-förmiger Kanäle auf Einzelzahnröntgenbildern; zur Erkennung apikaler Läsionen auf Röntgenbildern sind bereits KI-basierte Softwarelösungen auf dem Markt erhältlich. Komplexe Aufgabenstellungen wie die Vorhersage des endodontischen Behandlungsergebnisses oder die Diagnostik von Komplikationen wurden bereits untersucht, jedoch zeigten sich hierbei heterogene Ergebnisse. Damit KI ihr Potenzial voll entfalten kann, sind aber noch Herausforderungen wie die Verfügbarkeit multizentrisch generierter oder standardisierter Datensätze zu bewältigen.
Keywords: künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Diagnostik, Therapieplanung
Purpose: This German S3 clinical practice guideline offers evidence-based recommendations for the use of composite materials in direct restorations of permanent teeth. Outcomes considered were the survival rates and restoration quality and process quality of the manufacturing process. Part 1 of this two-part presentation deals with the indication classes. Materials and Methods: A systematic literature search was conducted by two methodologists using MEDLINE and the Cochrane Library via the OVID platform, including studies up to December 2021. Six PICO questions were developed to guide the search. Recommendations were formulated by a panel of dental professionals from 20 national societies and organizations based on the collected evidence. Results: Composite materials are a viable option for the direct restoration of cavity Classes I–V and may also be used for restorations with cusp replacement, and tooth shape corrections. In the posterior region, direct composite restorations should be preferred over indirect composite inlays. For Class V restorations, composite materials can be used if adequate contamination control and adhesive technique are ensured. Conclusion: The guideline is the first to provide comprehensive evidence on the use of direct composite materials. However, further long-term clinical studies with comparators such as (modified) glass-ionomer cements are necessary. Regular updates will detail the future scope and limitations of direct composite restorations.
Keywords: adhesive restorations, composite resin, composite restorations, evidence-based medicine