Durch Fluorose bedingte Schmelzdefekte an den Frontzähnen stellen häufig eine ästhetische Beeinträchtigung dar, die durch opake, weiße bis braune Verfärbungen gekennzeichnet ist. Ziel einer Behandlung ist es, eine Verbesserung des Erscheinungsbildes mit einer möglichst minimalinvasiven Vorgehensweise zu erreichen. Eine kombinierte Behandlung aus Bleaching und Infiltration hat sich als effektive Methode erwiesen, um sowohl die Farbunterschiede als auch die lichtdynamischen Eigenschaften der betroffenen Zahnoberfläche zu harmonisieren. Das initiale Bleaching dient dazu, Verfärbungen zu entfernen und den Farbkontrast zwischen gesunder und betroffener Zahnsubstanz zu reduzieren. Anschließend erfolgt die Infiltration mit niedrigviskosem Kunststoff, um die lichtoptischen Eigenschaften der hypomineralisierten Schmelzdefekte zu verbessern und eine dauerhafte ästhetische Integration zu ermöglichen. Klinische Studien und Fallberichte zeigen, dass dieses Behandlungskonzept zu einer hohen Patientenzufriedenheit führt und gleichzeitig die Zahnsubstanz schont. Der dargestellte kombinierte Ansatz ermöglicht es, ästhetische Probleme zu lösen und dabei langfristig stabile Resultate zu erreichen. Die Methode stellt eine vielversprechende, mikroinvasive Alternative zu invasiveren Verfahren wie Restaurationen oder Veneers dar und kann individuell durch Adaption der Vorbehandlung und insbesondere durch Verlängerung der Infiltrationszeit an die Ausprägung der Fluorose angepasst werden.
Manuskripteingang: 20.02.2025, Manuskriptannahme: 06.03.2025
Keywords: Fluorose, Bleaching, Infiltration, Ästhetik