Ziel: In der vorliegenden Studie sollte die Oberflächenrauheit chairside CAD/CAM-gefräster Zirkonoxid-Materialien untersucht werden, um den Einfluss der Fräsgeschwindigkeit auf das Erreichen einer klinisch akzeptablen Oberfläche zu bestimmen. Nullhypothese war, dass die Fräsgeschwindigkeit keine signifikanten Unterschiede bei der Oberflächenrauheit der verschiedenen getesteten Zirkonoxidmaterialien bedingt.
Material und Methode: Die Prüfkörper wurden aus vier verschiedenen CAD/CAM-Zirkonoxid-Blöcken gefräst: Cerec Zirconia, Cerec Zirconia+, Cerec MTL Zirconia (alle drei Fa. Dentsply Sirona, Bensheim, Deutschland) und Katana Zirconia (Fa. Kuraray Noritake, Hattersheim am Main, Deutschland). Die Prüfkörper wurden mit vier Fräsgeschwindigkeiten, „Super Fast/Good“, „Super Fast/Very Good“, „Fast“ sowie „Fine“ in einer Fräseinheit (Cerec Primemill, Fa. Dentsply Sirona) trockengefräst. Die Rauheitsmessungen erfolgten mithilfe eines 3D-Lasermikroskops (OLS4100 LEXT, Fa. Olympus/ Evident, Hamburg, Deutschland).
Ergebnisse: Zur statistischen Auswertung der Rauheiten der Materialien und Fräsgeschwindigkeiten wurde eine Varianzanalyse durchgeführt. Zwischen den Fräsgeschwindigkeiten ergaben sich signifikante Unterschiede (p < 0,05), nicht jedoch zwischen den Zirkonoxidmaterialien (p > 0,05).
Schlussfolgerungen: Innerhalb ihrer methodischen Grenzen konnte die vorliegende Studie einen Einfluss der Fräsgeschwindigkeit auf die Oberflächenrauheit von trockengefrästem, gesintertem Zirkonoxid zeigen, wobei geringere Geschwindigkeiten zu glatteren Oberflächen führten. Die größere Abnahme der Rauheit trat zwischen den Fräsgeschwindigkeiten „Super-Fast“ und „Fast“ auf. Ein weiterer, kleinerer Verbesserungsschritt für die Rauheit ergab sich mit der Geschwindigkeit „Fine“. Alle gemessenen Rauheiten lagen in einem Wertebereich, für den vom Erreichen einer klinische akzeptablen Oberflächengüte durch manuelle Politur ausgegangen werden kann.
Schlagwörter: Zirkonoxid, Oberflächenrauheit, Trockenfräsen, Cerec, Keramik, Fräsgeschwindigkeit