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Werkstoffkunde: Weil das große Ganze beim Wissen beginnt
Ein Meinungsbeitrag zur IDS 2019 von Annett Kieschnick, Martin Rosentritt und Bogna Stawarczyk
Die IDS 2019 wird die Dentalbranche wieder mit kleinen und großen Neuheiten überraschen. Doch was bleibt nach Verklingen der Werbetrommeln und nach Verhallen des Stimmengewirrs in den Messehallen? Eine Einschätzung von Annett Kieschnick, Martin Rosentritt und Bogna Stawarczyk.
Beginnen wir mit einem kurzen Rückblick: Die Zahnmedizin 4.0 ist digital und virtuell – so der Tenor der IDS 2017. Und wie sieht es im Jahr 2019 aus? Erneut heißt es: Willkommen im „Digitalismus“. Doch auch wenn Computer und künstliche Intelligenz zweifelsfrei immer wichtiger werden, kann die Fertigung von Zahnersatz nicht nur Algorithmen überlassen werden. Intraoralscanner, Fräs-/Schleifmaschine, 3-D-Drucker – der Anwender sollte die Funktionalitäten verstehen und die Handhabung beherrschen. Ebenso müssen neue Werkstoffe in den Händen der Anwender „funktionieren“, denn die Produkte werden die versprochenen Ergebnisse nur bei fachgerechtem Einsatz erbringen. Es ist beeindruckend, wie schnell immer wieder neue hochentwickelte Materialien auf den Markt kommen und den prothetischen Alltag bereichern. Doch wirklich relevant ist letztlich, wie diese neuen Werkstoffe im Praxis- und Laboralltag und auch von Patienten angenommen werden.
Schöner. Schneller. Weißer.
Um im schnellen Takt der Produktlancierungen mithalten zu können, bedarf es des entsprechenden Wissens. Leistungsfähige Werkstoffe und ausgeklügelte Fertigungstechnologien erfordern Kompetenz. Zahnarzt und Zahntechniker müssen sich mit Werkstoffeigenschaften auseinandersetzen. Materialwahl, Präparation, Gerüstherstellung, Fertigstellung, Eingliederung etc. – all diese Faktoren obliegen zu einem großen Teil der Werkstoffkunde.
Annett Kieschnick
Prof. Dr. Martin Rosentritt
PD Dr. Bogna Stawarczyk
Im Bereich der zahnfarbenen Materialien für festsitzende Restaurationen finden Zahnärzte und Zahntechniker auf der IDS 2019 wieder viele neue Produkte. Hersteller werden weiterentwickelte Zirkonoxid-Materialien vorstellen. Zirkonoxid mit Farbverlauf, Zirkonoxid mit verschiedenen Transluzenzstufen, Zirkonoxid mit Festigkeitsgradienten – das Portfolio wird immer reichhaltiger. Auch im Bereich der dentalen Keramiken ist in den vergangenen Jahren einiges „passiert“; sowohl bei Schicht- als auch CAD/CAM-Keramiken. Beispielhaft nennen wir die Lithium-X-Silikatkeramiken. Während Lithiumdisilikat und Lithiumsilikat bereits längere Zeit angewandt werden, ist Lithiumalumosilikat-Keramik ein noch junges, ebenso interessantes Mitglied der modernen „Glaskeramikfamilie“. Auch die polymerbasierten CAD/CAM-Werkstoffe haben sich rasant entwickelt und bieten eindrucksvolle Alternativen zu konventionellen Materialien. Komposit, Thermoplast, polymerinfiltrierte Keramik etc. – die Vielfalt ist ebenso groß wie die Möglichkeiten.
Wissen. Weiter. Wandel.
Die vielen Produktneuheiten, die auf der IDS 2019 vorgestellt werden, bereichern den Labor- sowie Praxisalltag. Doch was bleibt, sind oft auch viele Fragezeichen. Denn selbst das beste Material wird sein Potenzial nur entfalten, wenn es fachgerecht angewandt wird.
Von den Autoren:
Das „Werkstoffkunde-Kompendium. Moderne dentale Materialien im praktischen Arbeitsalltag“ vermittelt als digitales Fachbuch die Grundlagen der Werkstoffkunde in informativ-unterhaltsamer Weise. Das Kompendium gliedert sich in einzelne Bücher, die sich jeweils einem Thema widmen, und Zahnarzt und Zahntechniker gleichermaßen ansprechen. Die Bücher „Zirkonoxid“, „Dentale Keramiken“ und „Polymerbasierte CAD/CAM-Materialien“ enthalten das Grundlagenwissen rund um die modernen Materialien.
Demnächst erscheint das vierte Buch des Kompendiums zum Thema „Befestigungsmaterialien“, bei welchem Anja Liebermann das Autoren-Team ergänzt.
Wissen ist der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg eines jeden einzelnen Produkts. Denn was bleibt, sind hervorragende Produkte, die im Sinne einer hochwertigen prothetischen Restauration fachgerecht angewandt werden müssen.
Annett Kieschnick, Martin Rosentritt und Bogna Stawarczyk
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