0,00 €
Zum Warenkorb
  • Quintessence Publishing Deutschland
Filter
3632 Aufrufe

Kieferorthopäde Dr. Peter Schicker hat sich vor 4 Jahren für das Invisalign-System zertifiziert. Ein Erfahrungsbericht.


Dr. Peter Schicker, Kieferorthopäde in Bergisch Gladbach

Dr. Peter Schicker ist erfahrener Kieferorthopäde in Bergisch Gladbach und arbeitet seit einigen Jahren mit Invisalign (Align Technology). In diesem Interview spricht er über seinen Einstieg in diese Art der Therapie und berichtet aus dem Praxisalltag.

Herr Dr. Schicker, seit wann arbeiten Sie nach der Aligner-Technik und wie viele Patienten im Jahr therapieren Sie auf diesem Weg?

Die zahnkorrigierende Aligner-Schienentherapie bieten wir schon seit dem Jahr 2006 an. Aufgrund der guten Erfahrungen habe ich mich im Jahr 2014 über Align Technology für das Invisalign-System zertifizieren lassen und das Vorgehen schrittweise in der Praxis etabliert.

Gab es eine konkrete Situation, bei der es „Klick“ machte?

Ja, nachdem mir klar wurde, dass die virtuelle Planung seitens des Invisalign-Labors nur als Vorschlag zu betrachten ist, der von mir als Kieferorthopäden angepasst werden muss. Die finale Planung gehört in die Hände des Kieferorthopäden, der die Verantwortung trägt! Zusätzlich zu den guten Ergebnissen während der Testphase, der Komplexität des Behandlungsspektrums und dem überzeugenden Workflow von Invisalign war die wachsende Zahl von Patienten in meiner Praxis ein Grund für den Umstieg.

Welchen Einfluss hatte die Digitalisierung auf Ihre Entscheidung für das Invisalign-Konzept?

Die Digitalisierung ist fester Bestandteil der Zahnmedizin und für mich in der Kieferorthopädie nicht wegzudenken. Weder sequenzielle Aligner noch innenliegende Zahnspangen machen heute auf analogem Weg Sinn. Somit war die Digitalisierung zwar treibender Motor, aber kein ausschlaggebendes Kriterium. Mit Invisalign haben wir ein in sich geschlossenes Konzept und können Fehlerquellen minimieren, was sich am Beispiel des Intraoralscanners gut darstellen lässt. Wir sparen Arbeitsschritte und umgehen zeitaufwendige Umkehrprozesse, zum Beispiel Abformung, Modell, Scannen, virtuelles Modell.

Wie reagieren Patienten auf die digitalen Prozesse vor bzw. während der Behandlung?

Sie lassen sich von meiner Begeisterung anstecken und spüren die Vorteile. Abgesehen von den bekannten Vorzügen des Mundscanners ist das beispielsweise die Möglichkeit der Simulation vor einer Behandlung. Therapieentscheidungen werden erleichtert, die Planung wird konkreter und für alle Beteiligten nachvollziehbar. Wir können den kompletten Behandlungsablauf visualisieren und oft minimalinvasiv agieren. Wird über die Software visualisiert, wie viel Zahnbewegung tatsächlich notwendig wird, ist man erstaunt. Häufig ist es deutlich weniger als gedacht und ein operativer Eingriff kann umgangen werden. Derartige Überlegungen, basierend auf der digitalen Planung, sind für den Patienten ein großer Vorteil.

Auf den Punkt gebracht: Was sind Ihrer Ansicht nach die konkreten Vorteile?

Das ist einerseits der hohe Komfort für den Patienten durch

  • verbesserte Optik/Ästhetik und Phonetik,
  • keine Einschränkungen bezüglich der Mundhygiene,
  • Zeitersparnis und weniger Praxiskonsultationen,
  • Flexibilität bezüglich des Zeitablaufs,
  • geringe Nebenwirkungen,
  • überlegte Preisgestaltung und nahezu sichere Vorhersagbarkeit der Kosten,
  • hohe Patientenmotivation

Andererseits ist es das optimale Behandlungskonzept für eine kieferorthopädische Praxis, durch

  • virtuelle Planung der Zahnbewegungen und des Therapieablaufs,
  • Simulation der Therapieschritte und Reproduzierbarkeit der Planung,
  • gezielte Terminvergabe, weniger Stuhlzeiten,
  • ideale interdisziplinäre Absprachen,
  • vereinfachte Zahnbewegung bei komplexen präprothetischen bzw. präimplantologischen Therapien,
  • geringe Nebenwirkungen, um Beispiel Patienten mit Zahnsubstanzschäden (Zweittherapie Flouridierungsschiene),
  • Gewinnen von Neupatienten,
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis durch die Preisgestaltung seitens Invisalign.
Quelle: Invisalign Kieferorthopädie Digitale Zahnmedizin

Adblocker aktiv! Bitte nehmen Sie sich einen Moment ...

Unser System meldet, dass Sie eine aktive AdBlocker-Software verwenden, die verhindert dass alle Seiteninhalte geladen werden können.

Fair geht vor: Unsere Partner aus der Industrie tragen durch ihre Anzeigen einen maßgeblichen Teil zum Betreiben dieser Newsseite bei. Diese finden Sie in überschaubarer Anzahl auf der Startseite sowie den einzelnen Artikelseiten.

Bitte setzen Sie www.quintessence-publishing.com auf Ihre „AdBlocker Whitelist“ oder deaktivieren Ihre AdBlocker Software. Danke.

Weitere Nachrichten

  
21. März 2025

Digitale Möglichkeiten des Hawley-Retainers

Gefräste versus gedruckte Retentionsgeräte
20. März 2025

Schienen und Schablonen für Zahnmedizin, Implantatologie und Schlafmedizin

Sicat Software punktet mit hoher Benutzerfreundlichkeit und intuitiver Bedienung
18. März 2025

Fortbildung und Feierlichkeiten auf der ÖGKFO in Kitzbühel

Dentaurum sponsert erneut Hans-Peter Bantleon Förderpreis
17. März 2025

Patente und wie sie die Welt der Kieferorthopädie verändert haben

Patentanwalt Dr. rer nat. Dipl. Biol. Ulrich Storz über die Patent-Story und den Siegeszug der Aligner
13. März 2025

3D-Retainer: Präzision in jeder Dimension

Neues vom maßgeschneiderten „prime4me RETAIN3R“ von Dentaurum
12. März 2025

Von Geisterzelltumoren und kryopräservierten Zähnen

Die Märzausgabe zur IDS 2025 hat keinen Schwerpunkt, dafür viele interessante Fälle
24. Feb. 2025

Align Technology auf der IDS 2025

Innovative Lösungen für Zahnärzte rund um transparente Aligner und Intraoralscanner
12. Feb. 2025

Sprechen wir über Kommunikation in der Praxis

DGKiZ-Jahrestagung 2025: Kongress für Zahnärzteschaft und Praxisteams – „Das Lächeln der Zukunft“